Reale Geschichte eines Arbeitsuchenden

 

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Das Erste mal Einkaufen mit Einkaufsgutschein

 

Ich wohne in einem kleinen Ort (Jeder kennt Jeden). Es gibt mehrere Einkaufsmöglichkeiten. Ich schäme mich, weil ich mit Gutscheinen einkaufen muss. Ein Freund von mir unterstützt mich und begleitet mich. So schlimm war das gar nicht. Ich  frage vorher, ob ich dort mit Gutschein vom JobCenter bezahlen kann. Ich höre ein Ja!

Ich verprasse meine 1. 25€. Keine Angst, Luxus ist da nicht drin. Ich hole das aller Nötigste und was ich gerade so zum Überleben benötige. Ein Luxus gönne ich mir - Kaffee!

25.2.16 15:44


Ich habe eine persönliche Fallmanagerin

 

Ich kann mich endlich einer Fallmanagerin vorstellen. Ich schildere meinen Fall, aber sie will erst einmal meinen ausgefüllten Fragebogen. Bis auf meine persönlichen Daten habe ich da nichts ausgefüllt und sie wird sauer. Was ich nicht verstehen kann, da sie das gefälligst mit mir zusammen auszufüllen hat. Und so ist es, dass wir Punkt für Punkt gemeinsam simultan ich via Papier und Sie direkt am Computer durchgehen. Dies hat keine 10 Minuten gedauert. Nach Schilderung meiner derzeitigen Situation (Mietrückstand, keine Nahrung, kein Geld auufm Konto) bekomme ich mehr Unterlagen zum ausfüllen.

 Ich werde von Ihr auch gleich in eine Maßnahme "Bewerberoffensive" gesteckt mit Hinweis der Anwesenheitspflicht und Offenbahrung von Sanktionen, falls ich dieser nicht nachkomme. Oh, schön, gleich ne Maßnahme, nunja, da bin ich halt eine Zahl die schnell aus der Statistik heraus ist. Aber kann ja nicht schaden. Ich habe die letzten Bewerbungen für meine Ausbildung geschriebenen. Was mich aber stutzig macht, sie spricht davon, ich sei jetzt Ihr Angestellter und der Staat mein Arbeitgeber (Das sehe ich nicht so. Ich sehe das eher so: Ich bin das Volk und Du der Staat und Du arbeitest für mich! Wenn es mich nicht gäbe, gäbe es auch Dich nicht!). Ich verweise auf die Situation meines leeren Kühlschrank und erhalte 2 Einkaufsgutscheine je Wert 25€. Geld? Fehlanzeige!

25.2.16 15:35


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